Bologna, ECTS & Prüfungsordnungs-Wissen von A bis Z

Studien-Lexikon: Prüfungsordnung & Modulhandbuch verstehen

Kompakte, praxisnahe Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen im Bachelor- und Masterstudium in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Studienplanung

Modulhandbuch (PDF) richtig lesen & verstehen

Das Modulhandbuch ist das offizielle Verzeichnis aller Lehrveranstaltungen eines Studiengangs. Es legt für jedes Modul verbindlich fest, wie viele ECTS-Punkte vergeben werden, in welchem Semesterturnus (WiSe/SoSe) die Veranstaltung stattfindet, welche Vorleistungen nötig sind und wie geprüft wird.

Erklärung & Tipps lesen
Bologna & ECTS

Pflichtmodul, Wahlpflichtmodul (Wahlkatalog) & Wahlmodul

Während Pflichtmodule (Kernmodule) von allen Studierenden eines Studiengangs zwingend bestanden werden müssen, erlauben Wahlpflichtmodule die Auswahl aus einem definierten Modulkatalog (z.B. Wahlkatalog A oder B), bis ein festgelegtes ECTS-Kontingent erreicht ist.

Erklärung & Tipps lesen
Studienplanung

Turnus im Studium (WiSe / SoSe) & Antizyklische Studienplanung

Der Turnus gibt im Modulhandbuch an, in welchem Rhythmus eine Lehrveranstaltung angeboten wird: Jedes Semester (WiSe + SoSe), jährlich nur im Wintersemester (WiSe) oder jährlich nur im Sommersemester (SoSe).

Erklärung & Tipps lesen
Prüfungsordnung

GOP (Grundlagen- und Orientierungsprüfung) & Orientierungsprüfung

Die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP – u.a. an der TU München, FAU Erlangen-Nürnberg und als Orientierungsprüfung am KIT Karlsruhe) dient in den ersten 1 bis 3 Fachsemestern der frühzeitigen Eignungsfeststellung. Für GOP-Module gelten verkürzte Fristen und oft nur ein einziger Wiederholungsversuch.

Erklärung & Tipps lesen
Prüfungsordnung

STEOP (Studieneingangs- und Orientierungsphase in Österreich)

Die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) umfasst an österreichischen Universitäten zentrale Grundlagenlehrveranstaltungen des 1. Semesters. Erst nach positivem Abschluss aller STEOP-Prüfungen können Lehrveranstaltungen höherer Semester unbegrenzt absolviert werden.

Erklärung & Tipps lesen
Prüfungsordnung

Mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) nach dem Drittversuch

Die mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) ist in vielen deutschen Prüfungsordnungen die letzte Rettungsmöglichkeit, wenn eine schriftliche Prüfung im letzten regulären Versuch (Drittversuch) mit 'nicht ausreichend (5,0)' bewertet wurde. Bei Bestehen der MEP wird das Modul mit der Note 4,0 (ausreichend) gewertet.

Erklärung & Tipps lesen
Bologna & ECTS

SWS (Semesterwochenstunden) vs. ECTS: Präsenzzeit & Selbststudium

SWS (Semesterwochenstunden) geben ausschließlich die wöchentliche Kontakt- bzw. Präsenzzeit in Vorlesungen, Übungen und Praktika an (1 SWS = 45 Minuten pro Vorlesungswoche). ECTS-Punkte hingegen messen den gesamten Arbeitsaufwand inklusive Vor- und Nachbereitung sowie Klausurlernen (1 ECTS = 25–30 Zeitstunden).

Erklärung & Tipps lesen
Bologna & ECTS

Regelstudienzeit überschreiten: BAföG, Höchststudienzeit & Karriere

Die Regelstudienzeit (meist 6–7 Semester im Bachelor und 3–4 Semester im Master) gibt an, in welcher Zeit ein Studium bei durchschnittlich 30 ECTS pro Semester abgeschlossen werden kann. In den MINT-Fächern (Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik) liegt die tatsächliche durchschnittliche Studiendauer in Deutschland jedoch bei 7,5 bis 8,5 Semestern.

Erklärung & Tipps lesen
Bologna & ECTS

300-ECTS-Regel im Master & Auflagenmodule (180 vs. 210 ECTS)

Nach den Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem europäischen Bologna-Prozess sind für die Verleihung eines Mastergrades unter Einbeziehung des vorangegangenen Bachelorstudiums grundsätzlich 300 ECTS-Punkte erforderlich.

Erklärung & Tipps lesen
Prüfungsordnung

Freiversuch (Freischuss) & Notenverbesserung in der Prüfungsordnung

Ein Freiversuch (umgangssprachlich 'Freischuss') ermöglicht es Studierenden, eine Modulprüfung innerhalb der Regelstudienzeit abzulegen, ohne dass ein Nichtbestehen als Fehlversuch auf das Versuchskonto angerechnet wird. Viele Hochschulen erlauben bei einem bestandenen Freiversuch zudem eine einmalige Wiederholung zur Notenverbesserung.

Erklärung & Tipps lesen